Kundgebung: #Graf muss gehen! #graus #fpoe

Etwa 400 Menschen haben am frühen Dienstag Abend vor dem Parlament in Wien für den Rücktritt von Martin Graf demonstriert. Der dritte Nationalratspräsident, ein Mitglied der als rechtsextrem eingeschätzten Burschenschaft Olympia, ist zuletzt wegen einer Stiftungsaffäre massiv unter Druck geraten.

Die Teilnehmerinnen der Kundgebung, unter ihnen  auch Spitzenpolitikerinnen der Grünen und der SPÖ, versammelten sich um 18.30 Uhr vor dem Parlament. Musikalisch umrahmt von der Band Kommando Elefant traten unter anderen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter und die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, auf. Zum Abschluss formierten sich die Teilnehmerinnen in zwei Reihen als Menschenkette vor dem Parlament. Die vom VSStÖ, der Aktion Kritischer SchülerInnen, Young Caritas, der Bundesjugendvertretung und den Grünen organisierte Kundgebung löste sich gegen 20 Uhr auf .

FOTOS dazu befinden sich HIER:

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Martin Juen
Daniel Hrncir 

DEMO: #FarewellPrivacy (Protestmarsch gegen #VDS)

In mehreren österreichischen Städten fanden heute Protestaktionen gegen die mit 1. April 2012 in Kraft tretende Vorratsdatenspeicherung (VDS) statt.

In Wien gingen, je nach Zählweise zwischen 500 (Polizei) und 1000 ( Veranstalter) Aktivistinnen auf die Straße. Der Wiener „Trauermarsch“ (die Privatsphäre wurde symbolisch zu Grabe getragen) begann am Christian-Broda-Platz und führte über die Mariahilfer Straße und den Ring zum Parlament. Dort fand eine Schlusskundgebung statt. Continue reading „DEMO: #FarewellPrivacy (Protestmarsch gegen #VDS)“

Demonstration für das Masterstudium der Internationalen Entwicklung #unibrennt

Im Rahmen des Aktionstages des Instituts für Internationalen Entwicklung der Universität Wien fand heute auch eine große Demonstration vom Universitätscampus zum Hauptgebäude statt. Gut tausend Studierende zogen vom Hörsaalkomplex C1 über die Universitätsstraße und das Neue Institutsgebäude zum Schottenring.  Dort angekommen begab man sich unter lautstarkem Protest zum Eingang des Rektorats und es wurde kurzerhand der Kleine Festsaal, in dem eine Veranstaltung stattfinden sollte, besetzt.

Nach einem kurzen Plenum und verschieden Wortmeldungen der Anwesenden verließen die Studierenden geschlossen das Universitätsgebäude.

FOTOS und VIDEOS
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Philipp Breu
Martin Juen
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Daniel Hrncir
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Weitere Artikel:
#UNIBRENNT
Apa- OTS

Demonstration gegen den WKR-Ball 2011

Trotz der de facto Aufhebung des Demonstrationsrechtes durch die Verantwortlichen der Bundespolizei fanden heute in der gesamten Wiener Innenstadt Spontandemonstrationen und Blockaden gegen den WKR-Ball statt.

Unter einem massivem Polizeiaufgebot bildeten sich immer wieder an verschiedenen Stellen in mehreren Bezirke sowie am Gürtel und später am Abend auch vor dem Burgtor- Gruppen von 70 bis zu mehreren hunder Personen. Diese wurden immer wieder von der Polizei eingekesselt, es kam angeblich zu Festnahmen und es waren immer wieder Krankenwagen am Rande der Einsätze zu sehen.

FOTOS und VIDEOS hier:

VIDEO: Brutaler KESSEL vor dem Burgtor
VIDEO von Daniel Hrncir
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Martin Juen
cg-politics
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Berichte:
Bericht von WienTV.org
Die GRAS Wien dazu:
derStandard.at
FM4
ORF Wien
viceland.com
VIDEO von ichmachpolitik.at
krone.at
scoop.at
linksunten.indymedia.org
Kommentar von Maria Sterkl auf derStandard.at
„Es war mir ein Volksfest“ auf zurPolitik.com
derStandard.at : Die Politik, die Polizei und die untersagte Kundgebung

UNIVERSITÄTS-VOLLVERSAMMLUNG UND DEMO IN WIEN

Nach der großartigen Schülerdemo am Vormittag hatte ich zugegeben Sorge, und damit war ich nicht alleine, ob die Demonstration nach der UVV am Nachmittag diese toppen könnte. Meine Sorge war unbegründet. Die Demonstration nach der Vollversammlung im Juridicum, an der sich auch verschiedenste andere Universitäten Wiens (Boku, Tu, Angewandte…) beteiligten war ein überwältigender Erfolg und die tatsächliche Anzahl der Teilnehmer wohl eher bei den von den von der ÖH kolportierten 15000 als den, meines Erachtens weit unterschätzten, 7000 der Polizei, angesiedelt. Diese war auch sonst äußerst zurückhaltend, einzig die Securitys der Uni- Wien sollen im Juridicum , wie über twitter gemeldet, alle Hände voll zu tun gehabt haben die Massen vor der Tür, die beim besten Willen keinen Platz mehr im viel zu klein bemessenen HS 10 gehabt hätten, am herein drängen gehindert zu haben.

Dort, im Inneren des Hörsaals, gab es viel Zeit für lange Statements von Vertretern der Universität und  wenig Zeit für kurze, unbeantwortete Fragen der Studierenden. Nach mehr als eineinhalb Stunden , am Ende dieser „Vollversammlung“ trafen sich die Demonstrationszüge von TU, Uni Wien, der Boku und der Anderen Universitäten vor dem Parlament um von dort über den Ring (entgegengesetzte Richtung) und den Heldenplatz zur Abschlusskundgebung zu gelangen.

Die Fotos Dazu gibt es hier:

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DEMO: „Kinder gehören nicht ins Gefängnis“

Der Zeitpunkt, 22 Uhr am Sonntag Abend, bei frischen sieben Grad und immer stärker werdendem Regen, hielt mehrere hundert Personen nicht davon ab, mit Kerzen und Regenschirmen vor dem Wiener Haas-Haus gegen die, sich in letzter zeit zu häufen scheinende Praxis des in Schubhaft Nehmens und raschen Abschiebens von gut integrierten, teilweise seit frühster Kindheit in Österreich lebenden, Kindern mit ihren Eltern, zu protestieren. danielweber.at

Die Fotos dazu gibt es hier!

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ÜBER SINNLOSE POLIZEIGEWALT IM RAHMEN EINER RECHTSRADIKALEN BALLVERANSTALTUNG

Demonstration gegen den WKR- Ball 2010Angeblich konnte man sich als Beamter zum gestrigen Einsatz bei der Demonstration gegen den rechtsextremen Ball des Wiener Korporationsringes, kurz WKR- Ball, freiwillig melden, und angeblich wurde dies auch bereitwillig angenommen. Ich kann nicht sagen ob das stimmt, da aber die FPÖ, als ideologische, politische Homebase vieler Deutschnationaler Burschenschafter, innerhalb der Polizei überproportionalen Zuspruch erhält (wie etwa bei den Personalvertretungswahlen im vergangenen Jahr) könnte man ihr Verhalten bei der gestrigen, im Vorhinein verbotenen- dann von einer Gruppe grüner Nationalratsabgeordneter neu angemeldeten- und wie sich herausstellte auch nicht genehmigten Kundgebung, vorsichtig, als persönlich motiviert ansehen, ohne, wie ein Demonstrant, von „Rache“ für die Ausschreitungen im Vorjahr bei der Demonstration gegen selbige Ballveranstaltung, zu sprechen.

Das Vorgehen der Polizei war von vorne herein auf Eskalation und auf Scheitern eingestellt, sehr lesenswert unter politwatch.at zusammengefasst.

Demonstration gegen den WKR- Ball 2010Nach den vielen, allesamt äußerst friedlichen Demonstrationen der letzten Monate im Rahmen von #unibrennt (was zum großen Teil auf die besonnene, deeskalierende und hoch professionelle Arbeit der Wiener Polizei zurückzuführen war) ist diese neue Qualität des „im Keim Erstickens“ und der erbarmungslosen Härte gegen Protestierende schockierend, traurig und angesichts der Tatsache, dass es sich um eine Demonstration gegen eine Veranstaltung rassistischer, zum Teil offen mit Antisemitismus, Faschismus  und Nationalsozialismus kokettierender, Rechtsextremer und die Demokratie ablehnender, Verbände handelte, höchst beängstigend.

Nachdem ich mit meiner Fotografiererei fertig war (die wenigen, Flaschen und Böllerwerfenden, gewaltprovozierenden, nun ja, „Kids“ hatten sich demaskiert und konnten so unerkannt in der Menge untertauchen, und die anfänglich übermotivierten WEGA Beamten zogen ab, bzw. den Kessel enger) stand ich etwas mehr als eine Stunde in der Schlange um mir meine Anzeige abzuholen. Der Polizist der meine Daten aufnahm wurde etwas grantig als ich ihm freundlich „noch einen schönen Abend“ wünschte. Das war gar nicht sarkastisch gemeint, ich war einfach froh, doch noch rausgekommen zu sein.

Die Beamten selbst waren zwischen „gelangweilt amüsiert“ bis „verbal aggressiv“ zu den eingekesselten, wartenden Demonstranten. Zuvor wurden immer wieder Einzellpersonen brutal aus der Menge hinter die Polizeiabsperrungen gezogen. In meiner näheren Umgebung wurde eine junge Frau durch Pfefferspray verletzt.

Demonstration gegen den WKR- Ball 2010Es ist im übrigen, meines Erachtens, nicht richtig, dass, wie in den Medien behauptet, die Demonstration nach 20 Uhr langsam aufgelöst wurde. Vielmehr war die Demonstration von Beginn an eingekesselt und die Strategie der Polizei, ob ihrer enormen Präsenz und des grundsätzlichen Verbots, klar auf totale Eskalation ausgelegt.

Die Gewalt ging noch bis zum späten Abend in der Innenstadt weiter. Bericht und Fotos von Martin Juen gibt es hier.