(SPONTAN) DEMO GEGEN DIE ABSCHIEBUNG VON FAMILIE P.

Was seltsam begann endete zerstreut am Wiener Westbahnhof im, na ja, Nichts.

Als ich dort hin kam, ins Freunde Schützen Haus, im 12. Wiener Gemeindebezirk, waren mindestens so viele Pressefotografen wie Fernsehleute vor Ort, keiner kannte sich aus, die Angekündigte Polizei war nicht da und so gab es auch keine Abschiebung und (fast) nichts zu sehen, bis Plötzlich ein Rettungswagen eintraf und alle in den Innenhof gebeten wurden. Es stellte sich heraus dass eine Frau, offenbar Bewohnerin des Hauses und mutmaßliche Mutter der von der Abschiebung bedrohten Familie, ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Menge (an Fotografen und ORF Kameraleuten) sollte der weilen  im Innenhof (abgeschirmt) warten um die Privatsphäre der Frau zu schützen.

Nachdem dies ungeduldig abgewartet wurde und man wieder auf die Straße durfte nahm einer der beiden (!) anwesenden Polizisten dies zum, wohl unüberlegten, Anlass, eine Person zu perlustrieren, worauf sich eine wütende Menge unter Blitzlichtgewitter und Kamera-licht zu einem spontanen Demozug über die Schönbrunnerstraße, den Gürtel (West) bis zum Westbahnhof formierte, gefolgt von laut hupendem Feierabendverkehr und schließlich empfangen von wenigen Polizeikräften, die die Aktivisten im Getümmel der Mariahilferstraße verloren.

Meine Fotos: und Videos:

DEMO: „Kinder gehören nicht ins Gefängnis“

Der Zeitpunkt, 22 Uhr am Sonntag Abend, bei frischen sieben Grad und immer stärker werdendem Regen, hielt mehrere hundert Personen nicht davon ab, mit Kerzen und Regenschirmen vor dem Wiener Haas-Haus gegen die, sich in letzter zeit zu häufen scheinende Praxis des in Schubhaft Nehmens und raschen Abschiebens von gut integrierten, teilweise seit frühster Kindheit in Österreich lebenden, Kindern mit ihren Eltern, zu protestieren. danielweber.at

Die Fotos dazu gibt es hier!

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