#refugeecamp : Ulrike Lunacek besucht die Flüchtlinge in der #Votivkirche

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Die grüne Europaparlamentariarin Ulrike Lunacek hat Freitag nachmittag die protestierenden Flüchtlinge in der Wiener Votivkirche besucht.

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#JAIB : Freispruch im „#unibrennt– Prozess“

[auch auf neuwal.com]Irgendwann im Frühsommer 2010 auf Facebook: ein dunkles, verschwommenes Video. Zwei vermummte Gestalten zünden eine Mülltonne an. Es brennt und das Logo des Arbeitsmarktservice ist zu erkennen. Eine hochgefährliche, dumme und unsinnige Aktion. Don´t like! Und weg damit.

Zwei Jahre danach ging heute, am 2. Verhandlungstag im Wiener Straflandesgericht, der vielbeachtete Prozess gegen 4 Aktivistinnen aus dem Umfeld der #unibrennt Bewegung zu Ende. Zumindest vorläufig, da sich die Staatsanwaltschaft im Falle von 2 Beschuldigten die Möglichkeit einer Nichtigkeitsbeschwerde  vorbehält. „#JAIB : Freispruch im „#unibrennt– Prozess““ weiterlesen

Ergänzende Stellungnahme vom Projekt „GrossSTadtGemüse“ zur #Landbesetzung in #Wien Floridsdorf

Eine Stellungnahme zur #Landbesetzung von  Eva Vesovnik vom Projekt „GrossSTadtGemüse“. Dieses, von Studentinnen der BOKU betriebene „Urban Gardening“ Projekt, ist im Zuge der Besetzung der angrenzenden Felder in der Jedlerstorfer Straße 105 zwischen die Fronten geraten und wurde am Tag der Räumung der besetzten Felder mit geräumt. Auf Bitte von Frau Vesovnik veröffentliche ich hier ihre Sichtweise der Ereignisse: „Ergänzende Stellungnahme vom Projekt „GrossSTadtGemüse“ zur #Landbesetzung in #Wien Floridsdorf“ weiterlesen

#NOWKR : Ein Rück- und Ausblick

Eine „friedliche Latschdemo“ durch den ersten Wiener Gemeindebezirk. Das war meine erste #NOWKR Demonstration im Jahre 2009. Zumindest solange bis die vorderste Spitze das begleitende Polizeigroßaufgebot im letzten Moment überraschte und zumindest ein kleiner Teil der Demonstrierenden durch das weit geöffnete Burgtor auf den Heldenplatz lief. Es folgte minutenlanges Chaos. Feuerwerkskörper, Flaschen, Farbbeutel und Steine wurden in die Richtung der Exekutivbeamtinnen geschleudert. Der friedliche Teil der Demonstrantinnen scharte sich um am Ring entfachte Lagerfeuer bis wenig später der gesamte Platz eingekesselt wurde. Für gut 40 Minuten konnte niemand hinaus. Der Weg zum Museumsquartier wurde von einer Hundestaffel abgeriegelt. Danach wurde der Kessel geöffnet. Generelle Anzeigen, wie im darauf folgenden Jahr am Christian Broda Platz, gab es nicht. „#NOWKR : Ein Rück- und Ausblick“ weiterlesen

Creative Commons und „politisch verantwortungsbewusste Medienproduktion“ – oder: Was man da eigentlich macht, für wen und warum?

Kameramensch, Arschloch!

Wer an Demonstrationen teilnimmt kommt kaum an ihnen  vorbei. Medienleute, Fotografinnen, Pressefuzzis. Zahlreiche Leute die sich, mit kleineren und (viel) größeren Kameras, in vorderster Front wichtigmachen. Während sich die anderen  „solidarisieren“ und „mitmarschieren“ nerven sie engagierte Demonstrantinnen mit ihrem ständigen Fotografieren, Filmen und „sogar Livestreamen„. „Kameramenschen“ die ohne zu fragen ihr Bildmaterial ins Internet stellen und so den „Repressionsbehörden“ und der „Anti-Antifa“ in die Hände arbeiten. Arschlöcher!

Ich bin so ein Arschloch. Am 23.10.2009, ich war gerade auf Fotosafari im herbstlichen Wienerwald unterwegs, bekam ich einen Anruf. Das Audimax sei seit dem Vortag besetzt und es wären ziemlich viele Leute dort. Ich habe schon zuvor auf Demonstrationen fotografiert. Diesmal war es aber anders. Aufgrund der Breite des Protests und einer (nicht nur durch social media ermöglichten) Medienarbeit, aus der Bewegung selbst, erreichten meine Fotos eine Öffentlichkeit. Durch eine Öffentlichkeit. Eine Öffentlichkeit die sich Gehör verschaffen wollte. Durch den #Audimax Livestream, die Homepage, die Facebookgruppe, twitter, wiki, youtube und den flickr-Account, der mein erster Anknüpfungspunkt zu dieser Bewegung werden sollte. Man bat mich meine Fotos dort zu featuren. Den „besten Press-Room, den Österreich je hatte“  habe ich dabei bis zur Räumung nicht betreten. Ich reihte mich in die Reihen der zahlreichen Fotografinnen ein und machte einfach mit.

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Podiumsdiskussion zum geplanten Abriss des #HAUSDOEBLING

Nach einer Demonstration vor dem Wiener Rathaus und einer Kundgebung vor der „Wien Holding“ Mitte April fand heute eine Podiumsdiskussion  in der Aula des Studierendenwohnheimes „Haus Döbling“ statt. An der regen Diskussion nahmen neben den etwa fünfzig Bewohnerinnen und Sympathisantinnen Vertreter der ÖH, der Grünen, der SPÖ Döbling, Studierendenvertreterinnen der GRAS und des VSStÖ und Vertreterinnen der SLP teil. Leider blieben geladene Vertreter der Wien Holding und der Stadtregierung der Veranstaltung fern. „Podiumsdiskussion zum geplanten Abriss des #HAUSDOEBLING“ weiterlesen

Da bin ich jetzt supernackt.“ Grassers Telefonprotokolle als Vorlesung

Nach dem sich die vorige Vorlesung nicht dazu ermutigen hat lassen, den Saal zu verlassen; weit mehr als die, zu Zeiten der #Audimax Besetzung erlaubten, 130 Personen (von der Security plötzlich erlaubt) auf der Galerie verblieben, und auch die Notausgänge doch nicht geräumt werden mussten begann die Vorlesung der Grasser Protokolle:

hier die FOTOS:

Sicherlich ein Spass, wenn man das lustig findet. Die über twitter kolportierte Besetzung des Audimax fand nicht statt.

weitere FOTOS von:

Daniel Hrncir:

Die WienTV.org Nachrichten vom 18.1.2011:

VIDEOS von falter.at:

Des Pröllsinns knusprige Beute – Das Bildungskonzept der ÖVP

„Das Beste für jedes Kind und nicht das Gleiche für alle“ Die ÖVP will also mit ihrem neuen Bildungskonzept alles beim Alten lassen. Die Neue Mittelschule soll die Hauptschule in der Rolle der Sekundarstufe I für Arme ersetzen während das Klientel seine Nachkommen weiter im prestigeträchtigen Gymnasium (wohl in der Hoffnung dessen Niveau durch das Abwandern der Kinder des Pöbels in die NMS anzuheben) unterbringen darf.

Was ist nun aber neu? Die Volkspartei, in ihrem unbegreiflichen Zwang zu selektieren und zu beschränken möchte nun zwischen der Entscheidung nach der Volksschule, für Gymnasium oder Haupt… -pardon „Neuer Mittelschule“, und der Matura auch noch eine „Mittlere Reife“, eine Art Reifeprüfung für die Oberstufe, einführen. In Anbetracht der von den Schwarzen herbeigesehnten Aufnahmetests an den Universitäten ein nur logischer Schritt: Ist doch das Ziel bürgerlicher Bildungspolitik, wie es scheint, die Unterfinanzierung im Bildungsbereich durch die Reduktion der zu Bildenden zu lösen. Das ist wohl das was die ÖVP unter „Fördern und Fordern“ versteht.

Dieser Pröllsinn wird im übrigen vom SPÖ Bildungssprecher Elmar Mayer als Einlenken des Koalitionspartners gesehen, wenn die „langjährige Forderung der SPÖ nach einem flächendeckenden Ausbau der Neuen Mittelschule“ nun endlich Realität werden würde. Ich stamme ja noch aus dem vorigen Jahrhundert und dachte die gemeinsame Schule aller Zehn- bis Vierzehnjährigen wäre ein Ziel der Sozialdemokratie.
Die Parlamentsparteien rechts neben der ÖVP (unmöglich sich alle Bezeichnungen zu merken) finden das auch total geil, wissen aber nicht wirklich warum, nur der Bildungssprecher der FPÖ sieht dadurch die Hauptschulen (?) aufgewertet.

derStandard.at

orf.at

VON HEILIGEN UND PROPHETEN DER BILDUNG

…also wenn nun sogar der Heilige Kardinal in all seiner bescheidenen Herrlichkeit für Studiengebühren plädiert… Überhaupt hört man in den letzten Tagen wenig anderes als den Ruf nach der Wiedereinführung der, in Wahrheit nie wirklich abgeschafften, Studiengebühren. Und immer klarer werden die Argumente. Sei es doch eine Umverteilung von unten nach oben, dass die „Kinder“ der „Reichen“, die sich das ja leisten könnten, auch keine Gebühren zu bezahlen hätten, oder eine Verbesserung des Stipendiensystems zielsicher denjenigen finanziell zur Seite stünde, die sich diese nicht leisten könnten, sofern sie nur fleißig genug darum bäten. Im Zeichen der Krise scheint nun aber (fast) allen Klar: Jeder muss seinen Beitrag leisten, ja auch Du der sich auf Kosten des Steuerzahlers in luftige Höhen bilden will. Und was nichts kostet ist sowieso nichts wert, oder? Das sehen auch immer mehr Studierende ein: „A bisl was“ müsste man schon zahlen sollen. Immerhin ist das ja nicht selbstverständlich, dass der Bildungsweg nach zwölf Schuljahren einfach so weitergeht, selbstverständlich wie dass das Hänschen von der Volksschule über die Unterstufe in der Oberstufe langsam zum Hans heranwächst um mit 24, wenn er es bis dahin nicht gelernt hat, es auch ohne Familienbeihilfe nicht mehr lernen wird. Oder etwa schon?

Der Ball liegt also bei der Politik, die sich bei wenig so einig zu sein scheint wie bei der Unterstützung des kommenden, von Hannes Androsch indizierten, Bildungsvolksbegehrens (für die Volkspartei zumindest solange nicht die, Gott sei bei uns, Gesamtschule darin begehrt wird), welches als Rückenstärken, als Unterstützung der zuständigen Ministerinnen zu verstehen sei. Ministerin Karl sieht sich, in einer ersten Stellungnahme, in ihrer Forderung nach Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren bestärkt. Sieht alles nach einer „gemähten Wiese“ aus um den Bildungsbereich in Österreich auf ein „international konkurrenzfähiges Niveau“ zu bringen, wenn nur endlich dieser viel zu „uneffiziente“ freie Hochschulzugang zu Fall gebracht werden würde. Im Jänner sollen konkrete Inhalte des Volksbegehrens präsentiert werden, bis dahin bleibt noch genug Zeit sich die freie Bildung für alle aus den Köpfen zu sparen, Tunnels zu bauen und Rendite abzuschöpfen. Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s nämlich allen gut und dann ist alles andere eigentlich wurscht.

ÜBER ZIELGERICHTETE PROPAGANDA

Die Wahl ist geschlagen, das Ergebnis zwar erschreckend, beängstigend und das breite Grinsen in der Visage des Gewinners lässt erahnen mit welch stolzgeschwellter Brust man sich auf Seiten der freiheitlichen in nächster Zeit, wo auch immer eine Kamera bereitsteht, präsentieren wird, aber die ersten Pro-Rot-Grün Fanseiten im Facebook freuen sich bereits über regen Zulauf und von Onlinemedien geschaltete „Umfragen“ deuten klar auf die allgemeine Präferenz zu Rot-Grün hin. Schöne fünf Jahre scheinen in Wien vor uns zu liegen, bis sich Strache im nächsten Wahlkampf wieder ganz als Retter Wiens geben wird. Was dann? Blau-Schwarz? Manch einer ist nun in der Versuchung die schüsselse Phantasie des „Entzauberns“ für Wien aufzugreifen. Wenn die einmal machen müssten anstatt nur laut zu kläffen würden sie schnell daran scheitern. Sicher, wenn es der FPÖ nur jemals darum gegangen wäre Regierungsverantwortung zu übernehmen geschweige denn diese über längere Zeit aufrecht zu halten. Es geht ihr viel mehr darum ihre fragwürdigen Gestalten aus Vapo-Dunstkreis oder schlagenden Burschenschaften in mehr oder weniger einflussreiche Positionen zu hieven. Wie es, um fair zu bleiben, Parteien nun einmal machen. Die FPÖ verfügt halt über ein besonderes Personal, welches im übrigen dem vor der Angst vorm bösen Ausländer zitternden Floridsdorfer Regalbetreuer oder dem hart arbeitenden und stolzen jungen Serben ähnlich nahe steht wie Marie Antoinette ihren hungernden Untertanen. Fassungslos macht es nur wie diese es immer wieder schaffen, wie selbstverständlich und ohne wirklich großen Widerstand auf den ihnen zugetragenen Positionen schalten und walten zu können oder sogar im öffentlichen Fernsehen Gelegenheit bekommen ihr innerstes nach außen zu kehren.

Wenn Lothar Höbelt etwa in der #zib24 herleitet, die Propaganda Adolf Hitlers wäre zielgerichtet auf die damaligen Probleme gewesen, kann man nur hoffen, er, als außerordentlicher Professor an der Universität Wien, wisse nicht was er da daherredet. Ansonsten wäre zu befürchten er halte diejenigen gegen die eben diese Propaganda hauptsächlich gerichtet war, nämlich die jüdische Bevölkerung, für „die Probleme“ der damaligen Zeit und die Hetze gegen sie schon irgendwie für gerechtfertigt, nur halt vielleicht mit den falschen mitteln, und so. Aber da habe ich ihn sicher falsch verstanden. In Deutschland haben Talkshowgäste wegen irgendwelchem „Autobahn- Blödsinn“ schon mal ihren Job verloren. In Österreich, im Wien der 27%, kann man sich offenbar als „außerordentlicher Universitätsprofessor“ jeden „unüberlegten“, tief braunen Sager leisten und wird sicher auch in Zukunft in Nachrichtensendungen des österreichischen Rundfunks geladen und nicht wie bei Kerner aus dem Studio verjagt.

http://unsereuni.at/

http://www.vollversammlung.at/

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