Ein Leben in qualvollen Schmerzen

Als ich vor etwa 20 Jahren mit meiner Mutter, wegen meiner hängenden Schultern, dem runden Rücken und den platten Füßen, den ehrenwerten voitsberger Orthopäden Dr. Ghassempur konsultierte, prophezeite er mir ab einem Alter von etwa dreißig ein Leben in qualvollen Schmerzen, sollte ich nicht täglich, konsequent und über Jahre die von ihm verordneten Turnübungen absolvieren. Natürlich habe ich nach zwei oder drei halbherzigen Versuchen darauf geschissen und heuer, am Beginn der Karwoche, war es nun soweit: anhaltende Schmerzen im Nacken.

Nach dreiwöchiger Wartezeit begann heute morgen die erste Heilgymnastikeinheit (30 Minuten, im Polyesterhemd habe ich geschwitzt wie ein grippiges Schwein) mit Sitzball und Übungen mit dem sogenannten „Gymnastikband“, in netter Runde von fünf  sehr sympathischen, älteren Damen und mir als buckeligem, schweißnassem Hahn im Korb. Vergeht schneller als man glaubt.

Danach wurde ich noch von einem etwas schüchtern wirkenden, aber sehr netten, jungen Mann, der mein Zivi sein könnte, mit Elektroschocks weichgebügelt und anschließend kräftig durchgeknetet. Alles in allem nicht so schlimm, vielleicht besteht ja noch Hoffnung für mich und dreißig werde ich erst nächstes Jahr.

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