#Pizzableibt Räumung der #PizzAria in #Wien

Das seit zweieinhalb Jahren bestehende autonome Wohnprojekt, die „PizzAria Anrarchia“ wurde am Montag Morgen geräumt.

UPDADE: 29.7.2014 22 Uhr

neuwal.com | Am Abend nach der Räumung der „PizzAria Anarchia“ kam es zu einer Spontandemonstration durch den 2. Wiener Gemeindebezirk. Etwa 150 Personen versammelten sich ab 17:30 Uhr vor dem mit Bauzäunen gesicherten Gebäude. Von dort zogen die Demonstrantinnen, teilweise vermummt, im Zickzack durch die umliegenden Gassen. Die begleitenden Polizeikräfte hatten mühe den Demonstrationszug, der ohne angekündigte Route immer wieder hinter den Beamtinnen abbog, zu folgen. Die Demonstration bewegte sich entlang der Taborstraße, auf den Franz-Josefs-Kai und die Praterstraße  zum Praterstern. Hier wurde kurz der Kreisverkehr blockiert, aber nach wenigen Minuten widerstandslos wieder freigegeben. Um etwa 20 Uhr löste sich die Versammlung auf.

 

 

 

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Abgesehen von der Verkehrsbehinderung, einer Böllerexplosion und einem umgeworfenen Müllcontainer kam es zu keinen Zwischenfällen.

 

UPDATE: 29.7. 14 Uhr:
Die 19 festgenommenen BesetzerInnen wurden über Nacht von der Polizei einvernommen und auf freiem Fuß angezeigt. Im Haus Mühlfeldgasse 12 haben bereits am Vormittag Arbeiter begonnen das Gebäude zu entrümpeln. Auch die von Graffiti überzogene Hausfassade wurde übermalt. Laut ORF „heute Mittag“ herrscht eine angespannte Stimmung zwischen den Schaulustigen, den JournalistInnen und den Arbeitern vor.
Im Internet und über Soziale Netzwerke wird bereits zu Protesten gegen die Räumung aufgerufen. So solle es noch am Dienstag Abend um 17:30 vor dem geräumten Gebäude eine Spontane Demonstration geben.

Räumung der „PizzAria Anarchia“

Das seit zweieinhalb Jahren bestehende autonome Wohnprojekt, die „PizzAria Anrarchia“ wurde am Montag Morgen geräumt. „Autonomes Wohnprojekt“?

Ja, in der Tat handelte es sich bei der PizzAria um ein zuallererst legales Projekt. Vor mittlerweile knapp 3 Jahren wurden „Punker“, von den Hausbesitzern des Hauses in der Mühlfeldgasse 12, gezielt und mit Hintergedanken, zu einer Zwischennutzung der Räumlichkeiten eingeladen und mit der Genehmigung zur Zwischennutzung legal einquartiert.

Doch der Schuss ging nach hinten los. Anstatt den notwendigen Anstoß zum raschen Auszug der wenigen übrigen Mieter im Haus zu liefern, brachte der Zuzug der „Autonomen“ eine Solidarisierung der alteingesessenen MieterInnen mit den neuen Nachbarn. Freiwillig wollte man dann nicht mehr ausziehen.

 

 

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Nun, 3 Jahre danach, wurde ein Räumungsbefehl gegen die ungeliebt gewordenen neuen Bewohner des Hauses erlassen. Aus der legalen Zwischennutzung wurde, zumindest in der öffentlich- medialen Wahrnehmung, eine „illegale Hausbesetzung“.

 

Bis zu 1700 PolizeibeamtInnen sollen am Montag, ab den frühen Morgenstunden, im Einsatz gewesen sein. Recht früh wurde die Presse ausgesperrt, wegen des angeblichen Sicherheitsrisikos und unter Androhung von Anzeigen, später aber, in einem eigenes abgesperrten Bereich unweit des Hauses wieder zugelassen.

Es bot sich ein Bild von hart arbeitenden BeamtInnen in voller Schutzmontur, die während ihrer Versuche, in das Haus vorzudringen, unter fast permanentem Beschuss mit Kartonagen, Konfetti, Farbe und PET-Flaschen, standen.

Die Räumungsaktion dauerte Stunden.  Es stellte sich bereits als äußerst schwierig dar, die Eingangstür zu öffnen. Dahinter bot sich den BeamtInnen ein schier undurchdringlich verbarrikadiertes Stiegenhaus. Laut Aussagen der Polizei standen betonierte Barrikaden, zugeschweißte Eisentüren und zahlreiche „Fallen“ den Einsatzkräften auf dem Weg in den 3. Stock, wo sich die AktivistInnen verschanzten, im Wege.

Erst nach mehr als 8 Stunden gelang es der Exekutive in die oberste Etage vorzudringen und die verbliebenen AktivistInnen vorübergehend, zur Identitätskontrolle, in Gewahrsam zu nehmen. Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger gab es nur wenige leicht verletzte. Die BesetzerInnen werden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und versuchter schwerer Körperverletzung angezeigt.

Weitere FOTOS von:
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VIDEOS:
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„WE WILL RISE!“ Demo gegen die Räumung des #refugeecamp

Nach der frühmorgendlichen Räumung des Refugeecamps, im Wiener Sigmund-Freud-Park am gestrigen Freitag (neuwal berichtete), fand heute, Samstag, ab 16.30 eine Solidaritätsdemonstration statt. Der Treffpunkt war das ehemalige Protestlager vor der Votivkirche, in der immer noch etwa 40 Asylwerberinnen ausharren. „„WE WILL RISE!“ Demo gegen die Räumung des #refugeecamp“ weiterlesen

Ergänzende Stellungnahme vom Projekt „GrossSTadtGemüse“ zur #Landbesetzung in #Wien Floridsdorf

Eine Stellungnahme zur #Landbesetzung von  Eva Vesovnik vom Projekt „GrossSTadtGemüse“. Dieses, von Studentinnen der BOKU betriebene „Urban Gardening“ Projekt, ist im Zuge der Besetzung der angrenzenden Felder in der Jedlerstorfer Straße 105 zwischen die Fronten geraten und wurde am Tag der Räumung der besetzten Felder mit geräumt. Auf Bitte von Frau Vesovnik veröffentliche ich hier ihre Sichtweise der Ereignisse: „Ergänzende Stellungnahme vom Projekt „GrossSTadtGemüse“ zur #Landbesetzung in #Wien Floridsdorf“ weiterlesen