ÜBER ZIELGERICHTETE PROPAGANDA

Die Wahl ist geschlagen, das Ergebnis zwar erschreckend, beängstigend und das breite Grinsen in der Visage des Gewinners lässt erahnen mit welch stolzgeschwellter Brust man sich auf Seiten der freiheitlichen in nächster Zeit, wo auch immer eine Kamera bereitsteht, präsentieren wird, aber die ersten Pro-Rot-Grün Fanseiten im Facebook freuen sich bereits über regen Zulauf und von Onlinemedien geschaltete „Umfragen“ deuten klar auf die allgemeine Präferenz zu Rot-Grün hin. Schöne fünf Jahre scheinen in Wien vor uns zu liegen, bis sich Strache im nächsten Wahlkampf wieder ganz als Retter Wiens geben wird. Was dann? Blau-Schwarz? Manch einer ist nun in der Versuchung die schüsselse Phantasie des „Entzauberns“ für Wien aufzugreifen. Wenn die einmal machen müssten anstatt nur laut zu kläffen würden sie schnell daran scheitern. Sicher, wenn es der FPÖ nur jemals darum gegangen wäre Regierungsverantwortung zu übernehmen geschweige denn diese über längere Zeit aufrecht zu halten. Es geht ihr viel mehr darum ihre fragwürdigen Gestalten aus Vapo-Dunstkreis oder schlagenden Burschenschaften in mehr oder weniger einflussreiche Positionen zu hieven. Wie es, um fair zu bleiben, Parteien nun einmal machen. Die FPÖ verfügt halt über ein besonderes Personal, welches im übrigen dem vor der Angst vorm bösen Ausländer zitternden Floridsdorfer Regalbetreuer oder dem hart arbeitenden und stolzen jungen Serben ähnlich nahe steht wie Marie Antoinette ihren hungernden Untertanen. Fassungslos macht es nur wie diese es immer wieder schaffen, wie selbstverständlich und ohne wirklich großen Widerstand auf den ihnen zugetragenen Positionen schalten und walten zu können oder sogar im öffentlichen Fernsehen Gelegenheit bekommen ihr innerstes nach außen zu kehren.

Wenn Lothar Höbelt etwa in der #zib24 herleitet, die Propaganda Adolf Hitlers wäre zielgerichtet auf die damaligen Probleme gewesen, kann man nur hoffen, er, als außerordentlicher Professor an der Universität Wien, wisse nicht was er da daherredet. Ansonsten wäre zu befürchten er halte diejenigen gegen die eben diese Propaganda hauptsächlich gerichtet war, nämlich die jüdische Bevölkerung, für „die Probleme“ der damaligen Zeit und die Hetze gegen sie schon irgendwie für gerechtfertigt, nur halt vielleicht mit den falschen mitteln, und so. Aber da habe ich ihn sicher falsch verstanden. In Deutschland haben Talkshowgäste wegen irgendwelchem „Autobahn- Blödsinn“ schon mal ihren Job verloren. In Österreich, im Wien der 27%, kann man sich offenbar als „außerordentlicher Universitätsprofessor“ jeden „unüberlegten“, tief braunen Sager leisten und wird sicher auch in Zukunft in Nachrichtensendungen des österreichischen Rundfunks geladen und nicht wie bei Kerner aus dem Studio verjagt.

http://unsereuni.at/

http://www.vollversammlung.at/

Like This!