Räumung der #Landbesetzung in #Wien Floridsdorf

Mehr als eine Woche lang hielten Aktivistinnen ein Grundstück der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) in Floridsdorf besetzt. Es sollte eine kollektive Landwirtschaft im innerstädtischen Gebiet entstehen. Auf dem von der Universität für Bodenkultur gepachteten Grundstück wurden ein Glashaus nutzbar gemacht, Beete bestellt und weitere Infrastruktur aufgebaut. (Bericht: zur  #Landbesetzung)

In den Vormittagsstunden des 26.4.2012 wurde das Gelände nun geräumt. Dies geschah auf Anordnung der BOKU Wien. Allerdings handelte es sich dabei nicht um eine Polizeiaktion. Die Teilweise gewalttätige Räumungsaktion wurde, unter Aufsicht der Polizei, vom Sicherheitsdienst der BOKU durchgeführt. Ein schockierendes Video dazu wurde hier veröffentlicht.

Die Räumungsaktion wurde bereits am Vorabend durch einen Tipp bekannt. Laut Auskunft der Security begann die Räumung bereits um 7 Uhr. Gegen 10 Uhr befanden sich je nach Zählweise (Security, Gärtnerinnen) zwischen 35 und 70 Personen auf dem abgesperrten Grundstück. Während ein Teil der Aktivistinnen versuchten, Pflanzen und persönliche Gegenstände aus dem Gelände zu bringen kam es immer wieder zu Handgreiflichkeiten. Menschen wurden an Armen und Beinen aus einem Sitzstreik gezogen. Einzelne Personen an den Armen fixiert und hinausgeführt. Die anwesende Polizei griff dabei nicht ein. Da es sich um ein Privatgrundstück handle, und es keinen Räumungsbefehl gebe, sei man dafür auch nicht zuständig.

Laut Auskunft  eines Sicherheitsmannes wurde ein Angehöriger des Sicherheitsdienstes “relativ schwer” verletzt. Es soll deshalb auch einen Rettungseinsatz gegeben haben. Zu einer Telefonischen Auskunft über den Zustand dieser Person war der Bewachungsdienst Hel-Wacht am Freitag nicht bereit. Der Blog der Landbesetzerinnen berichtet von einer am Gesicht verletzten Aktivistin.

Den Besetzerinnen gehe es aber vor allem darum, dass nicht die spektakuläre Räumung im Vordergrund stehe, sondern dass auf das eigentliche Projekt und die Anliegen der Aktivistinnen hingewiesen werde.  Die gemeinsame Nutzung einer Städtischen Landfläche und der Aufbau einer solidarischen Landwirtschaft sollte Freiraum entstehen lassen und einen verlorengegangenen Bezug zu natürlichen Ressourcen und der Landwirtschaft herstellen, so eine der Aktivistinnen.

Ein FOTOALBUM dazu befindet sich hier: 

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VIDEO von der Räumung (Birgit Baschant)
Ein Blog zu den Aktionen rund um den 17 April (Blog der Aktivistinnen)

 

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